Nun gut … zuerst einmal muss ich wohl über meinen ersten gescheiterten Versuch mit einem Garnelenbecken berichten. 🙁
Ich habe mit ein 10l nano Aquarium zugelegt und folgende Bepflanzung vorgenommen:
Wasserkelch (Cryptocoryne wendtii),
(Echinadorus Latifolius) Deutscher Name umbekannt,
Speerblätter (Anubias) auf einer Kokosschalenbrücke und
Korallenmoos.
Sowie 1 Kunststoffbaumstamm und eine Kunststoffwurzel als Verstecke.

Ersteinrichtung 10l Cube
Nun wären Fische in so einer Pfütze natürlich Tierquälerei – daher sollten es ein paar Garnelen sein.
Ich hatte mich zwar vorher schlau gemacht (Pflanzen vor Einsatz mehrere Wochen Wässern, um Pestizide und ähnliches abbauen zu können) aber irgendwie hab ich Dussel auf den Verkäufer gehört. Er meinte, bei seinen Pflanzen sei das alles nicht erforderlich – Aquarium bepflanzen, Starterbakterien rein (die schwarzen Kügelche auf dem Bild), am 3. Tag Garnelen rein … Ausgesucht hatte ich 5 Rote Bienen Garnelen als Erstbesatz. Die Wasserwerte waren gut – und wie schon gesagt hab ich Dussel auf den Verkäufer gehört. (Jeder Halter von Garnelen, der dies liest wird schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und etwas schreien wie „NEIIIINNNN NICHT SCHON WIEDER JEMAND MIT DEM GLEICHEN DÄMLICHEN ANFÄNGERFEHLER AUF KOSTEN DER NELCHEN!!!“)
Nach langsamer Gewöhnung an das Wasser flitzen die Kleinen munter durch den Cube – und sogar mein Schatzi, der dem gegenüber Vorhaben bis dahin ausgesprochen skeptisch war, war regelrecht begeistert von unseren neuen Haustieren. 🙂

Teil der Bewohner 10l
Am nächsten Morgen dann die Ernüchterung: Die ersten 3 Todesfälle. Den anderen Garnelen ging es schlecht – eine war versteckt, die andere lag benommen auf der Seite.
Nach sofortiger Entfernung der Toten Tiere habe ich einen 50% igen Wasserwechsel gemacht. Danach ging es den restlichen beiden scheinbar ganz gut. Sie grasten eifrig das Wasser ab. Da in einem frischen Becken ja nicht viel zu finden ist, hab ich ein Algenblatt und einene Brennesselstick angeboten. Das Algenblatt haben sie ignoriert den Brennesselstick haben sie sich ab und zu probiert – um die Wasserwerte nicht zu verschlechtern hab ich das Futter rechtzeitig wieder rausgenommen.
Da ich etwas Sorge wegen der Sauerstoffversorgung hatte, hab ich den Auslass der Pumpe über die Wasseroberfläche gestellt.
Am Nächsten Morgen dann noch ein Ausfall. Die verbliebene Garnele torkelte regelrecht wie besoffen durchs Becken. Damit war klar: irgendwas im Wasser ist giftig … Der Rettungsversuch in frischem Wasser scheiterte, wegen einer Missglückten Nothäutung der armen Garnele.
Tja, Fazit: ich bin eine 5 fache Garnelenmörderin! Denn nach der Lektüre hätte ich es besser wissen müssen und nicht so „dummgläubig“ gegenüber dem so netten Verkäufer sein sollen. Was man halt so gerne glaubt … 🙁
Ich hab danach beschlossen, das Aquarium nach anfänglichen dauernden Wasserwechseln zur Entfernung von Giftstoffen sehr lange einfahren zu lassen, um dann einen neuen Garnelenversuch zu starten.